
| Vorgang | Strafantrag des Unternehmens gegen den namentlich genannten Urheber einer Publikation vom 27.02.2026 eines Onlinemagazins wegen der ungeprüften Verbreitung unwahrer Tatsachenbehauptungen im Beitrag des Magazins |
| Datum | 27.02.2026, 14:06 Uhr |
| Status | dokumentierter Eingang des Strafantrags bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg am 06.03.2026 |
| involvierte Behörden | Staatsanwaltschaft Nürnberg |
| vorab geprüft durch | Compliance & externer Rechtsanwalt |
| Entscheidung | derzeit offen |
Onlinemagazin Publikation vom 27.02.2026
Ein Redakteur eines Onlinemagazins veröffentlichte einen redaktionellen Beitrag, der inhaltlich – erkennbar anhand entsprechender Beitragsverlinkung – auf den unwahren Tatsachenbehauptungen einer ebenfalls veröffentlichenden Rechtsanwältin aufbaute (Beitrag vom 28.05.2025) – fußt, übernimmt – entgegen presserechtlichen Vorschriften – ungeprüft und reputationsschädigend unwahre Behauptungen aus diesem marktschreierischen Werbebeitrag.
Eine Sichtung von Primärquellen im Rahmen journalistischer Recherche fand offensichtlich nicht statt. Die Frequenz der durch den Redakteur erstellten Beiträge, sowie die Zeitschiene der Veröffentlichungen belegen, dass die Publikation vom 27.02.2026 KI- generiert stattgefunden hat. Dies deckt sich mit dem zum Redakteur angegebenen Aufgabenfeld für das Onlinemagazin („Optimiert Inhalte„, „SEO Experte„).
Zusätzlich zur Übernahme der jeweils unwahren Tatsachenbehauptungen bezüglich durch die Auftraggeberin angeblich angebotener Teilnahmemöglichkeiten an Gewinnspielen und angeblicher Mitgliedschaften in Vorteilsclubs wurde in dem Artikel auch die objektiv unwahre Behauptung aufgestellt, die betroffene Auftraggeberin der Euro-Invest-Inkasso GmbH betreibe dahingehend sogenannte „Abofallen“. Diese Darstellung ist staatlich unzählige Male zweifelsfrei widerlegt und entbehrt jeder Grundlage.
Durch die Veröffentlichung auf einem reichweitenstarken IT- und Medienmagazin wurde die Verbreitung der geschäftsschädigenden Falschaussagen durch Magazin und Redakteur massiv forciert.
Rechtliche Würdigung der Publikation vom 27.02.2026
Die Euro-Invest-Inkasso GmbH hat nach umfassender Beweissicherung Strafantrag gestellt. Die rechtliche Prüfung umfasst:
- Verleumdung (§ 187 StGB): Die Verbreitung der unwahren Behauptung („Abofallen“, „nicht bediente Geschäftsfelder„) trotz öffentlich zugänglicher Widerlegungen legt eine Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht und ein Handeln wider besseres Wissen nahe.
- Eventualvorsatz ist bei einem SEO Experten in Bezug auf den Wahrheitsgehalt von KI Zusammenfassungen zu unterstellen.
- Kreditgefährdung (§ 187 StGB / § 824 BGB): Aufgrund der hohen Reichweite des Portals ist von einer erheblichen Gefährdung des wirtschaftlichen Rufes und des Kredits der Auftraggeberin auszugehen.
- Haftung für Drittinhalte: Die ungeprüfte Übernahme unwahrer Behauptungen Dritter entbindet Redakteure nicht von der strafrechtlichen und zivilrechtlichen Verantwortlichkeit für die Verbreitung.
Entscheidung zur Publikation vom 27.02.2026
Derzeit wird seitens des Inkassounternehmens auf die Eingangsbestätigung und Mitteilung des internen behördlichen Aktenzeichens zum Strafantrag wegen der Publikation vom 27.02.2026 seitens der Staatsanwaltschaft Nürnberg in Bezug auf die angezeigte Handlung gewartet.
Dieser Fall illustriert das Risiko der „künstlichen Meinungshäufung“ durch SEO-getriebene Medienberichte, die Primärquellen – entgegen presserechtlicher Grundsätze – nicht prüfen.
Die Euro-Invest-Inkasso GmbH setzt hier ihre juristische Expertise ein, um die Integrität ihrer Auftraggeber gegen mediale Vorverurteilung und unwahre Tatsachenbehauptungen zu verteidigen. Die qualifizierte Rechtsprüfung (§ 11 RDG) ist hierbei das Instrument, um objektiv zwischen zulässiger Berichterstattung und strafbarer Verleumdung zu differenzieren.
- Rechtsgrundlage: § 187 StGB↗ / Pressegesetze der Länder / § 19 MStV↗
- Lexikon-Bezug: Erfahren Sie mehr über den Begriff der „Reputation“ in unserem Fachlexikon.
- Hintergrund: Unsere Analyse zum Thema Künstliche Meinungshäufung durch SEO-Beiträge haben wir in einem umfassenden Blogbeitrag zu Rechtsdienstleistungen und Marketing bereits thematisiert.